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Apps, Schnitzeljagden und die eigene Bibliothek


Foto: CC BY-ND 2.0 DE Ingrid Müller

Christoph Deeg, Berater und Speaker für Social-Media-Management, Gamification und Digitale Strategien, brachte kürzlich sein neues Buch „Gaming und Bibliotheken“ bei De Gruyter Saur heraus. Im Abschnitt „Services und Aktivitäten mit Games“ des Buches beschreibt er anhand zwei einfacher Beispiele, wie man durch die Nutzung der Mobile-Gaming-App Actionbound sein Angebot einfach bereichert und darüber hinaus sogar zum Innovationsträger wird.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors veröffentlichen wir hier einen Auszug aus dem Buch:

Apps, Schnitzeljagden und die eigene Bibliothek


Bevor Sie auch nur einen Moment daran zweifeln: Ich habe noch weitaus mehr Ideen und Vorschläge für die Nutzung von Gaming in Bibliotheken als jemals in dieses Buch passen würden. Alle hier gemachten Vorschläge sind quasi ein erster Einblick :-) Der nun folgende Vorschlag geht ebenfalls in die Richtung „mobiles Gaming“. Und auch hier haben Bibliotheken auf den ersten Blick keine Möglichkeiten der Implementierung bzw. Teilhabe. Wenn man jedoch genauer hinschaut, stellt man fest, dass Bibliotheken mit nahezu jedem Angebot etwas anfangen können.

Ein schönes Beispiel sind Apps für Smartphones, die den Nutzer spielerisch in der analogen Welt zu verschiedenen Orten führen. Diese Apps sind quasi interaktive Schnitzeljagden. Es gibt hier eine Vielzahl an Anbietern. Ein spannendes Beispiel ist „Actionbound“. Das besondere an Actionbound ist, dass man die Inhalte der App selber generieren kann. Man ist also nicht abhängig von vorgegebenen Inhalten. Also kann man diese App auch spielerisch verwenden und nun kommt die Bibliothek ins Spiel. Am Beispiel von zwei Nutzungsvarianten möchte ich die Optionen kurz beschreiben:

  1. Das ultimative Bibliotheks-Geschichten-Spiel: Dabei geht es darum, eine Geschichte zu erzählen, die z. B. in Ihrer Stadt oder Ihrem Dorf spielt. Sie können hierfür als Basis Geschichten nutzen, die z. B. in Büchern aus Ihrem Bestand erzählt werden. Vielleicht gibt es aber auch historische Geschichten aus Ihrem Umfeld. In einem ersten Schritt müssten die Teilnehmer dann im Rahmen von Workshops gemeinsam eine Geschichte erfinden. Daran anschließend muss diese Geschichte in ein Spiel umgewandelt werden. Schließlich wird dieses Spiel nun auf die App übertragen. Nun können alle Interessierten das Spiel spielen und sich auf die Reise durch Ihre Stadt bzw. Ihr Dorf machen. Die Nutzung von Actionbound ist dabei sehr einfach. Sie müssen also nichts programmieren.

  2. Das Erstsemester-Spiel einer Universitäts-Bibliothek: Es gibt viele mögliche Services für wissenschaftliche Bibliotheken, aber es gibt kaum einen Moment, an dem Sie näher an den Studierenden sind als in den ersten Tagen des Semesters. Gewiss, diese Studenten brauchen nicht sofort eine Bibliothekseinführung und müssen auch nicht gleich alle Datenbanken und Kataloge nutzen können. Aber diese Studenten brauchen Informationen. Und dabei geht es um all das, was sie in den ersten Wochen tun und kennenlernen müssen. Die Bibliothek kann hier zur zentralen Informationsstelle werden. Und wenn Sie z. B. einen großen Campus haben und zudem einige wichtige Orte in Ihrer Stadt kennen, dann wäre es doch spannend, Sie könnten diese Informationen auf spielerische Weise mittels einer App vermitteln, oder? Und genau dafür können Sie Angebote wie Actionbound nutzen.
Beide beschriebenen Varianten sind umsetzbar und beide Varianten kann man ausbauen. Sie müssen auch nicht sofort das ultimative Spiel bauen und natürlich sollen Sie auch weiterhin Ansprechpartner in der realen Welt sein. Und doch können Sie mit solchen Angeboten sehr viel erreichen. Zum einen haben Sie damit neue spannende Angebote erschaffen – und Sie müssen die App nicht selber programmieren. Sie ist ja schon da. Zum anderen lernen Sie als Bibliothek, wie man mobile Angebote wie Apps nutzt und wie man zudem daraus ein Spiel kreiert. Schließlich werden Sie zu einem Innovationsträger in Ihrem Umfeld und Sie sorgen dafür, dass die Menschen Sie als eine Institution wahrnehmen, die sehr viel mehr kann als Medien verleihen, Leseförderung und Co.

Deeg, C. (2014). Gaming und Bibliotheken. Berlin, Boston: De Gruyter Saur.

Rätsel und Aufgaben für Bounds und Schnitzeljagden

Neu im Forum: Rätsel und Aufgaben. Eine Inspiration und ein Ort zum Austausch soll die Rubrik sein. Hier gibt es viele Arten von Rätseln und Aufgabenstellung an die Hand um eure Bounds abwechslungsreich gestalten zu können. Auch hier gilt wieder das geben und nehmen Prinzip: Holt euch Anregungen und teilt eure Favoriten oder Klassiker aus der offline-Schnitzeljagd mit dem Rest!

Ihr findet dort unter anderem:

        • Rätselreime
          • Mathematische Rätsel
          • Rätsel im Morsealphabet
          • Verschiedene Aufgabenstellungen

3 Beispiele:

  • Eine Abkürzung und andererseits lang,
    es war maskuliner Trend in den 80ern.
    MacGyver trug ihn. Chuck Norris trug ihn besser!
    Vier Worte werden eins - auch im Fußball unvergessbar.
    Lösung: Vokuhila

  • Es hängt an der Wand,
    hat den Hintern verbrannt.
    Lösung: Bratpfanne

  • Ludwig und Klaus haben 20 Euro und sollen diese so unter sich aufteilen, dass Ludwig einen Euro mehr bekommt als Klaus.
    Wie viel Geld bekommt Ludwig?
    Lösung: 10.50 Euro

Im Blog von unseren Freunden Peerigon findet ihr weitere Informationen zur SCHNITZELJAGD FÜR „ERWACHSENE“, die man auch hervorragend für Bounds benutzen kann.

Bei uns im Forum könnt ihr den Beitrag hier finden:
http://forum.actionbound.de/forum/de/forums/ratsel-und-aufgaben

Interaktive Schnitzeljagd auf Klassenfahrt

Für Klassenfahrten und Städtereisen bietet Actionbound eine neue und spannende Möglichkeit, spielerisch eine Stadt kennen zu lernen. 

Je nach dem wie viel Zeit zur Verfügung steht und auf welches spezielle Interesse eingegangen werden soll, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. 

Die Schulklasse nimmt an einem bereits bestehenden Bound teil. An einem halben Tag kann so in Form einer digitalen Schnitzeljagd mit Smartphones z. B. Berlin-Mitte erkundet werden. Die Sehenswürdigkeiten wie Brandenburger Tor, Museumsinsel oder neue Synagoge werden nicht einfach stupide abgeklappert, sondern auf eigene Faust erforscht und ganz nebenbei vermittelt die interaktive Actionbound-App interessante Lerninhalte vor Ort. 

Thematisch und örtlich nahezu uneingeschränkt, bieten wir auch an, individuelle Bounds zu gestalten. Dies ist mit Schülern ab der fünften Klasse auch im Rahmen eines medienpädagogischen Projekts möglich. Gemeinsam mit der Gruppe erstellen wir einen Bound zu einem frei gewählten Thema, welcher anschließend als Handy-Rallye z. B. beim Schulfest gespielt werden kann.

Actionbound ist vielfältig anwendbar. Wir sind offen für fast alles und lieben die Herausforderung neues auszuprobieren. Schreiben Sie uns, wenn Sie Hilfe bei der Umsetzung Ihrer Idee wünschen.

Auf dieser Seite können Sie ein paar Stimmen von Leuten hören, die Actionbound bereits ausprobiert haben.